Bissendorf obenauf - 29:27-Sieg in Barnstorf

//eingestellt von J. Brüggemann

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Die Handballer des TV Bissendorf-Holte haben mit dem 29:27-Auswärtssieg am Freitagabend bei der HSG Barnstorf/Diepholz den vierten Sieg im fünften Spiel gefeiert und Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Oberliga Nordsee aufgenommen.

Treffsicherste Spieler beim Team von Trainer Henning Sohl waren Christian und Fabian Rußwinkel mit zehn, respektive sieben Toren. Die Bissendorfer präsentierten sich von Beginn an hellwach, führten 1:0 und 3:1 und sollten die Führung im gesamten Spielverlauf nicht mehr abgeben – sondern im ersten Durchgang sogar auf zwischenzeitlich bis zu fünf Tore ausbauen (16:11, Tom Brauner, 29. Minute) ausbauen.

Auch nach dem Seitenwechsel (16:12) kontrollierte der TVB die Partie (22:16, Jonas Grass, 40.), ehe die Gastgeber gegen Ende der Partie ein wenig herankamen – aber nie näher als auf drei Tore, abgesehen von der Schlussminute, als in Jan Linne als treffsicherster Akteur der Gastgeber (neun Tore) den 29:27-Endstand herstellte.

Mitgewirkt haben: Christian Rußwinkel, 10 Tore (4 von 4 Siebenmetern), Fabian Rußwinkel 7, Grass 5, Mayer 2, Jenner 2, Lukas Brüggemann 2. Brauner 1, Steffen Brüggemann, Sander, Seger, Bormann, Maroldt, Thiemann.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 29.09.2018

 

...und die Diepholzer Kreiszeitung schreibt:

Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz kassiert beim 27:29 vierte Niederlage in Folge

Viel zu bieder für Bissendorf

So langsam muss man sich um den Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz Sorgen machen. Gestern kassierte das Team von Trainer Dag Rieken in eigener Halle vor 300 Zuschauern ein 27:29 (12:16) gegen den TV Bissendorf-Holte, verlor bereits das vierte Spiel der noch jungen Saison am Stück und rutschte damit in der Tabelle auf den letzten Platz ab. Co-Trainer Heiner Thiemann hatte schon zur Pause erkannt, „dass wir uns zu viele leichte Fehler leisten und besonders auf der linken Seite keine Gefahr ausstrahlen“.

„In der ersten Halbzeit haben wir Bissendorfs Übergänge nicht genug unterbunden. Das war keine gute Leistung in der Abwehr. Die Niederlage war verdient. Wir müssen jetzt echt aufpassen, dass sich unser Saison-Fehlstart nicht noch verlängert“, erklärte Rieken nach der Partie.

Die vom Ex-Barnstorfer Henning Sohl trainierte Mannschaft spielte auch keinen überragenden Handball, hatte aber den großen Vorteil, immer mal wieder zu einfachen Toren zu kommen. Diese Tugend ging den Barnstorfern gestern fast komplett ab. Stefan Beljic spielte mal in der Mitte, mal auf halblinks, war aber kaum eine Gefahr für das Bissendorfer Gehäuse. Folge: Auch auf dem linken Flügel passierte nichts, weil die Bälle dorthin erst gar nicht ankamen.

Einmal mehr wurde Kamil Chylinski schmerzhaft vermisst. Der Pole war zwar in der Halle, aber nach seinem frisch operierten Kreuzband-riss im rechten Knie läuft erst jetzt die Reha so langsam an. Wann Barnstorfs Ex-Haupttorschütze wieder den Ball in die Hand nehmen kann (und will), steht in den Sternen.

Kamil Chylinski frisch am Kreuzband operiert

Die Bissendorfer, die ihrerseits den vierten Sieg in Folge feierten, lagen von Beginn an in Führung. Vor allem die Brüder Fabian und Christian Rußwinkel (zusammen 17 Tore) setzten sich immer wieder gut in Szene. Der Ex-Barnstorfer Steffen Brüggemann indes kam bei den Gästen kaum zur Geltung.

Bereits in der zwölften Minute lag das Sohl-Team mit 7:3 in Führung. Diesen Rückstand rettete Barnstorf beim 12:16 dann in die Kabine. „Irgendwie hatte man den Eindruck, dass Bissendorf noch klarer hätte führen können“, meinte Thiemann. Positiv bei Barnstorf: Linkshänder Jan Linné (neun Tore) und Bastian Carsten-Frerichs (tolle Tore mit rechts von rechts) stemmten gegen einen noch größeren Rückstand.

In der zweiten Halbzeit wurde es mit der großen Aufholjagd nichts. Mal kam Barnstorf auf drei Tore heran, aber wenig später betrug der Rückstand auch schon wieder sechs Treffer (14:20/36.).

Es ist dem Rieken-Team aber positiv anzuschreiben, dass die Köpfe nicht nach unten gingen, sondern um den Anschluss gefightet wurde. Aber so richtig auf Schlagdistanz zur Wende kam die Mannschaft nicht. Über 18:23 (44.) und 23:26 (51.) nahm die erneute Heimniederlage danach immer schärfere Konturen an.

Autor: Gerd Töbelmann

Infos zum Spiel

Oberliga Männer Nordsee

HSG Barnstorf/Diepholz

TV Bissendorf-Holte

27:29