Die Belastung ist schon hart

//eingestellt von J. Brüggemann

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Foto: Jürgen Brüggemann
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Bissendorfs Handballer vor letztem Gradmesser in Vorbereitung

Der neue Trainer Henning Sohl bringt die Oberliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte an ihre Grenzen. „Die Belastung, die ich meinen Spielern in der Vorbereitung zumute, ist schon hart“, räumt der 47-Jährige ein. Für ihn seien sechs Trainingseinheiten pro Woche aber nur ein „lockerer Aufgalopp“, sagt Sohl mit einem Augenzwinkern.

Ernst betrachtet, weiß der ehemalige Bundesligaspieler um sein forderndes Pensum und sieht mit Respekt, wie sein Team mitzieht. „Die Jungs trainieren hart und gut“, sagt Sohl und freut sich, dass mit den Zugängen Hendrik Sander und Thorben Hasse der Kader nun wenigstens so groß ist, dass im Training Übungsformen im Sechs gegen sechs möglich sind.

„Ich habe noch keinen besseren Trainer gesehen. Die A-Lizenz kommt nicht von ungefähr“, schwärmt Abteilungsleiter Jürgen Brüggemann. Sohl, der im Sommer die Nachfolge von Malte Mischok angetreten hat, mahnt indes, Trainer untereinander nicht zu vergleichen: „Jeder hat seinen eigenen Stil und macht seinen Job so gut wie möglich. Der richtige Trainer muss auch immer zur richtigen Mannschaft passen.“

Im Team hat sich Sohl schnell Respekt erworben. „Kurze knackige Ansagen, und jeder weiß Bescheid“, skizziert Torwart Robin Maroldt eine Stärke des Coaches, der bei allem Anspruch nicht überdreht. „Er weiß, wann die Grenze erreicht ist“, sagt Maroldt.

In der Vorbereitung testete der TVB gegen Eicken, Osnabrück, Bramsche und Bielefeld-Jöllenbeck. Gegen letzteren Klub aus der westfälischen Oberliga kassierte Bissendorf eine Fünf-Tore-Niederlage, „aber kämpferisch war die Einstellung top“, sagt Sohl. Am vergangenen Wochenende startete Bissendorf beim Turnier in Hüllhorst, an diesem Wochenende nimmt der TVB zum Abschluss der Vorbereitung an einem Turnier in Rödinghausen teil. Dort sind auch drei Oberligateams aus Westfalen am Start. „Das wird ein Gradmesser“, sagt Sohl, „danach wissen wir, wo wir stehen“

Autor: Johannes Kapitza

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 25.08.2018