Die Mannschaft hat ein positives Ende verdient

//eingestellt von J. Brüggemann

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Foto: Moritz Frankenberg

Ciao Malte - Mache et jut

Bissendorfs scheidender Trainer Mischok zieht Bilanz

Nach zwei Saisons verlässt Trainer Malte Mischok den Handball-Oberligisten TV Bissendorf-Holte. Im Interview spricht der 44-Jährige aus Bünde über seine Zeit beim TVB.

Herr Mischok, mit welchem Gefühl verlassen Sie den TVB?

Der Abschied tut mir leid. Ich hätte gerne noch mit den Jungs weitergemacht, weil ein wahnsinniges sportliches Potenzial in der Mannschaft steckt. Die Trainingsbeteiligung war top, über das Engagement im Training kann ich nicht meckern. Es hat Spaß gemacht, mit diesen Team zu arbeiten, das zudem menschlich einwandfrei ist. Außerdem habe ich mich super mit Co-Trainer Uwe Suchanke ausgetauscht, und mit Klaus Rußwinkel als sportlichem Leiter stimmte die Chemie von Anfang an.

Trotzdem geht es für Sie nicht weiter beim TVB. Warum?

Das hat rein berufliche Gründe. Das Traineramt weiter auszuüben ist für mich nicht mehr darstellbar – zumindest nicht mit dem Anspruch, den ich als Trainer an mich selbst habe und den ein Verein dann auch von mir erwarten darf.

In der Vorsaison wurden Sie Vierter, diese Saison war Bissendorf eher im Mittelfeld der Liga zu Hause. Wie bewerten Sie Ihre Zeit beim TVB sportlich?

Die letzte Saison lief fast überragend gut. Wir wurden nach den Abgängen von erfahrenen Spielern ein bisschen unterschätzt und haben sicherlich auch mit unserer offensiven Abwehr überrascht. Insgesamt haben wir mit Platz vier deutlich über den Erwartungen gespielt. Uns war damit schon bewusst, dass wir damit die Messlatte für diese Saison sehr hoch legen würden.

Es kam, wie es kommen musste…

Mit Mario Reiser, Christoph Stüve und Timo Baune haben uns Spieler verlassen, die in der Vorsaison ihren Anteil am Erfolg hatten. Außerdem haben die Gegner ihre Hausaufgaben gemacht, und die Liga ist insgesamt noch ausgeglichener geworden. Wenn wir in Rotenburg gewonnen hätten, was durchaus möglich war, hätten wir am letzten Wochenende gegen Cloppenburg um Platz drei gespielt. Dann würden wir die Saison ganz anders sehen.

Jetzt sind Sie Siebter und können im besten Fall noch auf Platz fünf klettern…

Aber selbst, wenn wir Siebter werden sollten, ist das kein Grund zur Enttäuschung. Wir hätten gerne mehr Spiele gewonnen, aber als junge Mannschaft haben wir noch zu viel Lehrgeld gezahlt: In Elsfleth verlieren wir durch einen direkten Freiwurf nach Abpfiff, gegen Cloppenburg geben wir das Unentschieden zwei Sekunden vor Spielende aus der Hand. Das sind Sachen, aus denen man lernen muss, aber ich bin sicher: In ein, zwei Jahren werden den Jungs solche Spiele nicht mehr passieren.

Am Samstag (19.30 Uhr) müssen Sie in Schwanewede/Neuenkirchen ran. Was erhoffen Sie sich vom Saisonfinale?

Mit einem Sieg in Schwanewede würden wir unserem ehemaligen Spieler Mario Reiser helfen, der mit dem TV Neerstedt noch um den Klassenerhalt spielt. Das ist zusätzliche Motivation, aber wir wollen auch aus eigenem Antrieb zum Saisonende noch zwei Punkte holen. Das wäre für mich schön, aber auch die Mannschaft hat es verdient, die Saison positiv zu beenden.

Autor: Johannes Kapitza

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 04.05.2018

Nachsatz in eigener Sache
Der Handballvorstand dankt Malte Mischok nochmals für die geleistete Arbeit und wünscht insbesondere für die berufliche Zukunft alle Gute.

Infos zum Spiel

Oberliga Männer Nordsee

HSG Schwanewede/Nk.

TV Bissendorf-Holte

26:26