Weibliche A-Jugend - Die Mädels von der Waterkant

//eingestellt von S. Milius

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Das gute alte knallrote Gummiboot hat wohl ausgedient. Heute befahren sogenannte Stehpaddler die bundesdeutschen Wasserstraßen. Dabei bewegen sich die Sportler auf einem Board stehend mit einem Stechpaddel im Wasser fort.

Die weibliche A-Jugend gehört nun auch seit Ende August zu den Stehpaddlern, die auf den Osnabrücker Stichkanal auf einem Sonntag die Eversburger Waterkant erkundet hat.

Stehpaddeln - man stelle sich nun einmal Pierre Brice oder Lex Barker in ihren Paraderollen als Winnetou und Old Shatterhand vor, die sich laut Drehbuch auf dem Wasser stehpaddelnd an die Bösewichte heranschleichen müssen. Beide wären vermutlich im Kugelhagel den frühzeitigen Filmtod gestorben, hätten sie ihr Kommen doch gleich mit Rauchzeichen ankündigen können.

Da lobe ich mir doch zumindest ein Kanu, wenn es schon kein Gummiboot mehr sein soll. Vielleicht liegt meine Abneigung gegen Stand UP Paddling, so der neudeutsche Begriff, auch darin begründet, dass ich als Erster stehpaddelnd in den dunklen Fluten des Stichkanals versunken bin.

Die Mädels der weiblichen A-Jugend und auch Claudia Möllering als neue Frau an der Außenlinie bewiesen Standfestigkeit nach der Fahrradtour Bissendorf – Eversburg und blieben bis zum Ende der Fahrt trocken. Daran vermochte auch der Ruder Achter des Osnabrücker Rats-Gymnasiums nichts ändern, der in voller Fahrt filmreif auf halber Strecke von vier Teilnehmerinnen auf dem Wasser ausgebremst worden war.

Nur zum Schluss der Fahrt wurde es noch einmal so richtig nass, denn sämtliche Teilnehmerinnen mussten sich noch gegenseitig ins Wasser befördern und baden gehen.

Baden gegangen ist die Mannschaft eine Woche später beim ersten Punktspiel der neuen Regionsoberliga Saison hingegen nicht. Der Gast aus Mühlen wurde nach anfänglicher Nervosität in eigener Halle mit 22 zu 11 Toren (Halbzeit 12 zu 7) besiegt.

Am kommenden Sonntag steigt dann das Lokalderby in Georgsmarienhütte gegen den TV, bevor er es erst einmal in eine lange Herbstpause geht. Leider muss die Mannschaft am Sonntag auf Jana Schmidt verzichten, die sich im Spiel gegen Mühlen an der Schulter verletzt hat.

Personell hat sich einiges in der wA-Jugend verändert. Claudia Möllering unterstützt nun die Mannschaft von der Außenlinie und hat besonders den Youngster Juliane Goertz, die als zweite Torhüterin neu in die Mannschaft gekommen ist, unter ihre Fittiche genommen. Marie Streich ist für einen einjährigen Aufenthalt Anfang August in die USA gegangen. Mit Merle und Valea haben leider zusätzlich zwei Spielerinnen ihre handballsportliche Laufbahn beendet.

Wir wünschen allen dreien alles Gute.

Auf dem Gruppenfoto fehlen weiterhin Lea, Gesa, Dorle und Rebecca, die auf die Radtour und den nass fröhlichen Sommertag auf dem Stichkanal bei Eversburg verzichten mussten.

Autor: Jens Homeyer