männliche B1-Jugend · Spielbericht
MJB1 entführt glücklich zwei Punkte aus Leipzig
Sonntag, der 16.03., früh morgens. Ganz Bissendorf schläft...ganz Bissendorf!? Nein, ein unbeugsamer Haufen Jugendlicher samt trommelbewaffnetem Anhang macht sich auf die 400km lange Anreise nach Leipzig, um gegen den dortigen Erstliganachwuchs des SC DhfK Leipzig zwei Punkte zu erspielen.
Anders als die Einleitung vermuten lässt, waren allerdings die Bissendorfer Jungs mit Blick auf die Tabellenkonstellation in der Favoritenrolle. So erkämpfte sich Leipzig in einem spektakulärem Spiel beim ATSV Habenhausen den ersten Punkt der Meisterrunde (44:44), nachdem sie zuvor zweimal deutlich gegen Magdeburg und sehr knapp gegen die HSG Wetzlar verloren hatten. Der letztjährige deutsche Vizemeister war trotzdem keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen, da sie zum Einen unbestrittene spielerische Qualität haben, die von den Bissendorfer Jungs ihre volle Leistungsfähigkeit einfordern würde und zum Anderem eben diese bei einer so langen Auswärtsfahrt nur mit einer sehr professionellen Spielvorbereitung erreicht werden kann. Die Rahmenbedingungen war dank der entsprechenden Organisation samt Anreise per Bus und ordentlichem Mittagessen gegeben. Ein Dank an dieser Stelle noch einmal an Verein und Daniela, die dies ermöglichten, und dem mitgereistem Anhang, der für super Unterstützung sorgte.
Das Spiel zeigte schnell, in welche Richtung es sich entwickeln würde: Ein umkämpftes Handballspiel mit einem gut aufgelegtem Jan Hinrichs im Tor, Schwierigkeiten im Angriff und einer Abwehr, die zu viele aussichtsreiche Chancen zu ließ.
Insbesondere in der Anfangsphase zeigte sich die Bissendorfer Deckung ungewohnt zaghaft gegen das Leipziger Tempospiel. Einzig mehreren Torwartparaden war es zu verdanken, dass man nach 10 Minuten noch gleichauf lag (3:3). Drei geworfene Tore nach 10 Minuten dürften angesichts des sonstigen Offensivwirbels der Gäste ein negatives Novum für die Saison sein. Neben dem gut gegenhaltenden Gastgeber brachten insbesondere mehrere Fangfehler Verunsicherung in die Angriffreihe. So entwickelte sich ein immer mehr in unvorbereitete Zweikämpfe verlierendes Kampfspiel im Angriff, während es in der Deckung mehr gelang Zugriff zu finden, aber individuelle Aussetzer dem Gegner Torerfolge ermöglichten. Ein "klassisches Auswärtsspiel", um das Trainerjargon zu bedienen. So ging es mit einem leistungsgerechtem 14:14 - Unentschieden in die Pause.
Leipzig kam zunächst besser aus dieser heraus und legte auf 16:14 vor. Die höchste Führung zu diesem Zeitpunkt im Spiel. Ein persönlicher Vier-Tore-Lauf von Tore Chamberlain drehte diese allerdings schnell zu Gunsten der Gäste (38.). Diese hatte allerdings ebenso kurz Bestand (43. 19:19). Dann kam die stärkste Bissendorfer Phase: Gegenstoß von Justus Meyering, Ballklau und Tor durch Tore Chamberlain und erstmals wurde auch der Kreis mit eingebunden und Benedict Berger traf zum 20:22. Als dann noch ein feiner Kempa ins Leipziger Tor veredelt wurde (45. 20:23) neigte man zu denken, dass die Leichtigkeit ins Bissendorfer Angriffsspiel zurückkehrte. Dies täuschte allerdings und Leipzig gelang der erneute Ausgleich (56. 28:28). Wenig später gelang dann Jonas de Winder, der sich zunehmend den Ruf eines "Crunchtime-Spielers" erarbeitet, der entscheidende Treffer zum 28:29 Endstand.
Ein insgesamt sehr glücklicher doppelter Punktgewinn, den die Jungs von der Werscher Straße aber sehr gerne mitnehmen.
Es spielten: Simon Behrenswerth, Jan Hinrichs (20/3 Paraden), Benedict Berger (1 Tor), Mats Duling (1), Oskar Romberg (4), Jonas de Winder (1), Joel Deibert (1), Tore Chamberlain (13/1), Mattis Friedhof (4/2), Justus Meyering (3), Theo Föbker, Finn Peters, Ruben Hehemann (1).
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