Zare freut sich auf neue Rolle in Bissendorf
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Linksaußen will Verantwortung übernehmen und seine Erfahrung aus der Bundesliga weitergeben
Für den TV Bissendorf-Holte ist es „ein kleiner Coup“, für Levin Zare so etwas wie ein Neustart, wenn der 24-jährige Linksaußen ab Samstag in der 3. Handball-Liga aufläuft.
„Eine neue Liga, ein neuer Verein, eine neue Mannschaft – das habe ich so vorher noch nie gehabt, aber ich freue mich eher darauf, als dass es für mich negativ behaftet wäre“, sagt der TVB-Zugang, der bislang nur für seinen Heimatverein auflief. Bei der HSG Nordhorn, später HSG Nordhorn-Lingen, kam er unter anderem auf 44 Bundesliga-Einsätze. Mit seiner Erfahrung „hätte er sicherlich auch woanders spielen können“, ist die Verpflichtung für Teammanager Jürgen Brüggemann „ein kleiner Coup“.
Weil er in Osnabrück wohne, habe auch die Nähe zu seinem neuen Club eine Rolle gespielt, erklärt Zare. Außerdem habe ihm „imponiert, dass ich in Bissendorf mit vielen jungen Spielern zusammenspiele. Als mittelalter Spieler kann ich vielleicht etwas von meinen Erfahrungen weitergeben, aber gleichzeitig auch noch etwas lernen.“
Als „Lehrmeister“ macht sich Zare schon ganz gut, wie Jan Thaler beobachtet hat. „Er gibt viel an die jungen Spieler weiter“, sagt der TVB-Trainer über die Extra-Minuten, die Zare nach den Übungseinheiten noch mit seinen Mitspielern auf dem Feld verbringt. Nicht nur deshalb ist Thaler „sehr dankbar, dass wir ihn haben“. Zare sei „ein ganz cooler Typ. Er passt gut zu uns, nicht nur sportlich.“
Auf dem Feld soll Zare gleichwohl eine Führungsrolle übernehmen. „Er ist ein besonderer Spieler, an dem wir ganz viel Freude haben werden, und der uns mit seiner Erfahrung aus Nordhorn-Lingen das gewisse Etwas bringt“, sagt Thaler. Der 24-Jährige freut sich auf seine neue Rolle im Team: „Ich möchte Verantwortung übernehmen. Das habe ich auf meiner vorherigen Station eher weniger gehabt. Das ist genau das, was ich wollte.“
Die Zeit in Nordhorn wird er nicht vergessen. Jede Minute, die er in der Bundesliga oder der 2. Bundesliga auf dem Feld gestanden hat, und jedes Tor, das er warf, war „immer Wahnsinn, und das in meinem Heimatverein. Das war das, was ich immer wollte und was wirklich jedes Mal ein Highlight war.“ Aber innerlich spürte er nun auch den Drang, „sich woanders zu beweisen und Verantwortung zu übernehmen“. Diese neue Rolle will er nun in Bissendorf ausfüllen: „Ich habe richtig Bock auf meine neue Mannschaft in einer neuen Liga, die ich auch noch nicht wirklich kenne. Ich bin sehr gespannt, was wir da reißen können.“
Autor: Johannes Kapitza







